Category Archives: Fotos

Abschluss der Asientournee 2015 in Tokio

_DSC1063Fujiblick zum Frühstück: Am letzten Konzerttag zeigte sich der höchste Berg und Wahrzeichen Japans erstmals in voller Pracht. Am Abend zuvor war das Polyphonia Ensemble des DSO beim Deutschlandfest der Deutschen Botschaft im Aoyama Park zu Gast. Für das Abschlusskonzert der Tournee kehrte das Orchester noch einmal in die Suntory Hall in Tokio zurück: Stürmischer Applaus für eine Sternstunde mit Mendelssohn, Beethoven und Brahms. Mit zwei Zugaben endete eine ereignisreiche und intensive Asientournee 2015 des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin.

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Konzert und Empfang in Miyazaki

Von Kitakyushu ging es mit dem japanischen Schnellzug Shinkansen für das DSO heute weiter nach Miyazaki. Mit dem Konzert in der dortigen Isaac Stern Hall endete der Abstecher in den Süden Japans. Anschließend waren Tugan Sokhiev, die Solistin Yulianna Avdeeva und das Orchester zu einem Empfang anlässlich des 45. Jubiläums der Miyazaki Telecasting Co. eingeladen. Ein beeindruckender Abschluss für einen ereignisreichen und langen Tag.

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Ankunft in Kitakyushu und Konzert

Nach knapp zweistündigem Flug landete das DSO heute in Kitakyushu, auf der südlichsten der vier Hauptinseln Japans. Mit dem Bus ging es zum kurzen Zwischenstopp und Einchecken ins Hotel, begleitet von Eindrücken japanischer Hochzeitsfeierlichkeiten, bevor das nächste Konzert mit Beethoven und Mendelssohn (›Hebriden‹-Ouvertüre, nicht ›Hochzeitsmarsch‹) in der Harmonie Cinq Kitakyushu Soleil Hall anstand. Der Zeitplan bleibt dicht: Schon heute Abend wurden die Koffer für die morgige Weiterreise eingecheckt.

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Probe in der Suntory Hall

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Erstes Konzert und Eindrücke Tokio

Nach dem Reisetag von Südkorea nach Japan folgte gestern Abend das erste von vier Konzerten der Asientournee 2015 in Tokio: Im Konzertsaal Bunka Kaikan stieß das DSO auf ein ebenso konzentriertes wie enthusiastisches Publikum. Den mitreißenden Abend erlebte auch eine Gruppe von Mitgliedern des DSO-Förderkreises. Zuvor war noch Zeit, mit der U-Bahn die Metropole zu erkunden und japanische Kultur und Geschichte zu erfahren: im Nationalmuseum Tokio und im Toyokawa Inara Temple.

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Ankunft in Tokio

Hier einige Impressionen von unserer heutigen Reise von Daegu (Südkorea) nach Tokio (Japan).

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Konzertauftakt in Ulsan

Standing Ovations und begeisterter Jubel für das erste Konzert der Asientournee 2015 in Ulsan. Drei Mal Beethoven stand auf dem Programm des Abends im Ulsan Culture and Arts Center, darunter Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 zusammen mit dem in seiner Heimat gefeierten koreanischen Pianisten Kun-Woo Paik. Nach dem Konzert lockte die nahegelegene Ausgehmeile mit ihrem lebendigen Nachtleben.

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Japan-Tournee: Nagoya und Osaka

Nachdem wir länger als eine Woche (mit einer kurzen Unterbrechung von den zwei Konzerten in Niigata und Nagaoka und einer Übernachtung in Niigata) in Tokyo gewohnt hatten, begann gestern der letzte Teil der Reise, der uns in sehr kurzer Abfolge in eine Reihe weiterer Städte quer durch Japan führt. Zunächst ging es nach Nagoya, der Besuch dort war unter anderem deshalb interessant, weil die Stadt (auf manche im Orchester) merklich anders gewirkt hat als Tokyo. Ich selbst hatte den Eindruck, in einer auffallend wohlhabenden Stadt zu sein, die Geschäfte und die Innenstadt machten einen entsprechenden Eindruck auf mich. Was womöglich auch daran liegen kann, dass Toyota hier in der Gegend seinen Hauptsitz hat. Andere erzählten, dass ihnen die Menschen offener und entspannter vorkamen als in Tokyo. Und dass man durchaus auch mal Leute dabei beobachten konnte, wie sie bei Rot über die Kreuzung liefen, wenn kein Auto kam. In Tokyo war das nirgends zu sehen. Das Konzertprogramm in Nagoya bestand aus Don Juan, Rachmaninow und Beethoven, und es kam wieder sehr gut an.

Heute ging es weiter nach Osaka. Der Tag begann mit dem mittlerweile klassischen Dreiklang Bus-Zug-Bus: vom Hotel mit drei Bussen zum Bahnhof, der Schnellzug brachte uns in einer knappen Stunde zur Shin-Osaka-Station, von dort ging’s mit Bussen zum New Otani Osaka Hotel. Letzteres bietet erstaunlich geräumige Zimmer und vor allem auch sehr große Fenster mit tollem Blick. Das Konzert fand im Hyogo Performing Arts Center statt, wo wir 50 Minuten mit dem Bus hinfuhren. Der “Backstage Bereich” war der geräumigste, den wir auf dieser Tournee bisher erlebt haben – hinter der Bühne gab es eine regelrechte Halle mit enorm viel Platz. Aber auch der Saal selbst ist imposant – die dunkle Täfelung hebt sich ab vom sonstigen “Design” der Säle, ich hatte ein wenig den Eindruck, als würde das Orchester in einer Art Holzschatulle spielen. Während der Anspielprobe hatte das Orchester unüblich viel Publikum – Yutaka Sado hat hier sein Stammorchester, und einige der Musiker ließen es sich nicht nehmen, seine Probe mit dem DSO zu verfolgen. Das Konzert selbst (Beethoven, Mozart und Tschaikowsky) war wieder ein großer Erfolg, im bis auf den letzten Platz ausgebuchte Saal gab es langanhaltenden Applaus inklusive diverser Jubelrufe. Morgen spielen wir noch einmal hier, dann das andere Programm.

Anbei ein paar Fotos aus Osaka.

Martin Oetting

Japan-Tournee: Doppelkopf

Bei solch einer Tournee gilt es, eine Menge Zeit unterwegs zu überbrücken. 62 Stunden verbringen wir während dieser Tournee allein auf Reisen, hat mir gestern der Cellist Mathias Donderer gesagt. Immer mit denselben Leuten. Was liegt also näher, als die Zeit mit Doppelkopf zu vertreiben? Hier sieht man vier Streicher (allesamt zweite Geigen) auf der Rückfahrt vom Konzert in Fuji; als Tisch zum Ablegen der Karten dient im Notfall eine Musikerhand. Oder: man spielt Schach. Das geht natürlich auch unterwegs.

Martin Oetting

Japan-Tournee: Freier Tag in Tokyo, Fernsehbilder bei 3sat

Heute war für alle ein freier Tag. Manche haben es ruhig angehen lassen, ein wenig gelesen, oder erst einmal einfach ausgeschlafen, um dann durch die Stadt zu bummeln. Andere hatten deutlich ambitioniertere Pläne – die Besteigung des Fujiyama stand bei einigen auf dem Programm. Und natürlich haben viele auch einen Teil des Tages darauf verwendet, weiter zu üben, um “drin” zu bleiben und keinen Tag ohne aktive Arbeit mit der Musik verstreichen zu lassen.

Im Mori Art Museum gibt es derzeit eine sehr interessante Ausstellung zur Entwicklung einer Architektur-Schule, die für Japan und auch andere Regionen der Welt heute sehr prägend ist – gerade dann, wenn es um große, prägende urbane Architektur geht: die “Metabolism” Schule. Im 53. Stock des Mori Tower untergebracht, war sie ein weiterer Weg, diesen Tag auf interessante Weise zu verbringen. Zumal es im Stockwerk darunter noch die Möglichkeit gab, einen Rundgang mit einem einmaligen Blick über die gesamte Stadt zu genießen. Wir hatten Glück und konnten in der Ferne sogar den Fujiyama sehen (um womöglich die oben erwähnten Kollegen drauf zu erkennen, reichte die Sicht allerdings nicht …). Die Fotos unter dem Text vermitteln einen kleinen Eindruck. Die Spinnen-Skulptur steht vor dem Mori Tower, heißt “Maman” (es gibt mehrere davon weltweit) und stammt von der kürzlich verstorbenen Künstlerin Louise Bougeois. Alle “Luftaufnahmen” sind innerhalb einer guten halben Stunde oben aus dem Mori Tower gemacht – man sieht daran, wie schnell es hier dunkel wird.

Hinweisen möchte ich auf jeden Fall auch auf die Filme über die Tournee, die es seit einigen Stunden auf der 3sat-Kulturzeit-Internetseite zu sehen gibt. Der Fernsehredakteur Stefan Braunshausen ist als Redakteur, Kameramann, Tonmann und Cutter in einer Person sozusagen als “1-Mann-Fernsehteam” hier ebenfalls mit dabei; er hat schon in Berlin begonnen, verschiedene Musiker des Orchesters bei ihren Abreisevorbereitungen und dann hier unterwegs zu interviewen und zu filmen. Seine Beiträge werden bei 3sat und beim ZDF Kultursender laufen, und erste Kurzfassungen seiner Filme, die er hier unterwegs und zwischendrin schon geschnitten hat, kann man bereits jetzt auf dem Kulturzeit-Blog sehen. Sehr empfehlenswert!

Martin Oetting